Das Weserstadion

Weserstadion – Spielstätte des SV Werder Bremen

Bereits seit dem Jahr 1909 standen auf dem heutigen Platz des Weserstadions erste Stadionvorläufer, welche mit Holztribünen etc. ausgestattet waren. Neben sportlichen Ereignissen wurde die ABTS-Kampfbahn in diesen Jahren auch als Veranstaltungsort von politischen Großereignissen genutzt. Seit dem Jahr 1930 wurden im umbenannten Weserstadion die Heimspiele des SV Werder Bremen ausgetragen, wobei gleichzeitig auch ein anderer Bremser Verein bis in die 1960er Jahre hier seine Spiele austrug. Während der Zeit des Zweiten Weltkriegs wurde das Stadion in Bremser Kampfbahn umbenannt. Beachtlich hierbei war, dass auch noch lange Zeit während des Krieges der Spielbetrieb aufrecht gehalten werden konnte.

Im Jahr 1947 erlangte das Stadion endlich wieder seinen ursprünglichen Namen Weserstadion, welcher bis heute nicht abgelegt wurde. Zahlreiche Erweiterungen und Umbauten wurden in den nächsten Jahrzehnten vorgenommen, um die Qualität des Stadions weiter zu erhöhen. Besonders der Eintritt vom SV Werder Bremen in die Bundesliga im Jahr 1963 gilt als wichtiger Punkt in der Stadiongeschichte. Ab diesem Zeitpunkt wurden große Summen in den weiteren Ausbau des Stadions investiert. Galt es in den ersten Jahren vornehmlich die Kapazitäten des Stadions weiter zu erhöhen, hat sich in den letzten Jahren eher die Sichtweise verstärkt, den Komfort zu verbessern, sodass immer mehr Stehplätze neuen Sitzplatzbereichen weichen mussten. In vielen Punkten war der SV Werder Bremen federführend bei der Modernisierung des Stadions. So wurde bereits in den 1990er Jahren eine Großraum-Vip-Lounge für über 700 Personen eingeführt. Auch wurde das Stadion nach und nach zu einem reinen Fußballstadion ausgebaut, sodass die Leichtathletikeinrichtungen wie 400m Bahn etc. im Jahr 2003 weichen mussten.

Seit dem Jahr 2008 werden wieder große Umbaumaßnahmen am Weserstadion durchgeführt, um das Stadion komplett zu einem reinen Fußballstadion um zubauen. Hierbei werden neue Dächer auf den Tribünen installiert und die Kurven näher an das Spielfeld herangezogen. Aufgrund stark gestiegener Stahlpreise wurden aber weitere Pläne hinsichtlich der Zuschauerkapazität abgesagt, sodass das Weserstadion auch nach der Fertigstellung der Umbaumaßnahmen ein Fassungsvermögen von 42.300 Plätzen aufweisen wird.

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